Qualifizierung zur Tagespflegeperson in Zeiten des                        Corona-Lockdowns

"Hier fehlt einfach das Kommen, das Gehen und vor allem das Lachen!" stellt Frau Ingrid v. Wurmb in der 3. Woche des Corona-Lockdowns in der Geschäftsstelle in Öhringen fest. Zum einen mag es daran liegen, dass die MitarbeiterInnen der Geschäftsstelle verstärkt im Homeoffice arbeiten. Zum anderen findet keine Qualifizierung mehr statt, so dass sich deshalb sehr viel weniger Menschen in der Geschäftsstelle einfinden. Doch wie kann diese Zeit nun sinnvoll und effektiv genutzt werden? Die meisten Menschen haben auf einmal sehr viel mehr Zeit,  auch unsere Tagespflegepersonen, die sich noch in Ausbildung befinden und zurzeit keine Kinder betreuen dürfen. Jetzt haben die Tagespflegepersonen Zeit und sind motiviert, doch es geht plötzlich nicht mehr weiter. Was, wenn es plötzlich wieder weiter geht und dann alles zusammen kommt? Kinderbetreuung und Qualifizierung - und das nach einer wohl recht langen Zeit. Dann wird für jede die persönliche Zeit von einem Tag auf den anderen auch wieder sehr knapp. Es wird dann schnell alles stressig und zuviel. Die Motivation und die Energie, die mal da waren sind plötzlich verschwunden. Man ist kaum belastbar.

Wie kann dem entgegen gewirkt werden? Wie kann mit Zeit, Motivation und Energie achtsam umgegangen werden, so dass ein gesundes Maß davon länger erhalten bleibt?

Über den Kontakt mit Moderator und Trainer Herrn Johannes Büchs kamen in schneller Reihenfolge Idee, Besprechung, Fortbildung zum Thema "Technische und methodische Umsetzung der Videokonferenz als Mittel für unsere Qualifizierung", Umsetzung und Begleitung zustande, so dass wir seit Woche 6 des Lockdowns mit der Qualifizierung der Tagespflege-personen weiter machen. Die ungewollte Pause ist beendet und alle freuen sich:

- Die Teilnehmerinnen, weil sie die Zeit gut nutzen können und ihre Qualifizierung in diesem Jahr wie geplant abschließen können, sich als Seminargruppe aber auch nicht aus den Augen verlieren.

- Die Seminarleitung Frau Christina Schwarzenbrunner, weil sie jetzt wieder Kontakt zu ihren beiden derzeit laufenden Kursen hat und die Tagespflegepersonen bei der Erarbeitung ihrer Konzeptionen besser begleiten kann.

- Herr Johannes Büchs, weil er sein Wissen wieder teilen und damit weiter geben konnte

- Die Geschäftsführerin des Vereins Ingrid v. Wurmb, weil ein Bereich unseres Aufgabengebietes qualitativ gut weiter geht und die Tagespflegepersonen qualifiziert und vollständig zur Verfügung stehen können, wenn die Kinder wieder betreut werden können.

Nicht zuletzt kommt dies alles auch wieder den betreuten Kindern zugute!

Für uns ist das ein gutes Beispiel für eine win win-Situation!